Mobilität zukunftsgerecht gestalten - diese Herausforderung der kommenden Jahre zu diskutieren, kamen rund hundert Gäste zur grünen Zukunftskonferenz Mitte Mai nach Wolfsburg. "Wer in Niedersachsen über die Zukunft der Mobilität diskutiert, muss beachten, dass die Automobilproduktion das industrielle Rückgrat bildet, Landwirtschaft als Rohstofflieferant eine überdurchschnittliche Relevanz besitzt und öffentlicher Personenverkehr in einem Flächenland besondere Konzepte benötigt", so die Landesvorsitzende Dr. Susanne Leifheit.
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Dabei sei die grüne Zielsetzung "Weg vom Öl" angesichts steigender Ölpreise mittlerweile zum politischen Mainstream geworden. Die Gestaltung zukünftiger Mobilität sei jedoch mit einer Reihe komplexer Fragestellungen verbunden, die in der öffentlichen Diskussion oftmals zu kurz kämen. Für den Kongress stellte die Landesvorsitzende daher die Frage klimaverträglicher Mobilität ins Zentrum. "Nicht nur die Endlichkeit fossiler Energieträger zwinge primär zu einem Umdenken in der Kraftstoffstrategie, sondern vor allem die drängenden Klimaschutzprobleme."
"Wir müssen unsere Mobilitätskonzepte ökologisch gestalten!" forderte auch Bundesvorsitzender Reinhard Bütikofer in seiner Rede. "Dabei darf es keine Trennung von Umwelt und Wirtschaft geben, denn Umweltpolitik ist Innovationspolitik und steht im Zentrum des gesellschaftlichen Erneuerungsprozesses", so Bütikofer weiter.
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Unter der Frage "Sorgenfrei tanken mit Biokraftstoffen?" forderten die Grünen im Rahmen der Konferenz bei der Nutzung nachwachsender Rohstoffe im Fahrzeugsektor die ökologische Vertretbarkeit stärker zu berücksichtigen. Die durch die neuen Produktionsperspektiven in der Landwirtschaft aufkommende Euphorie über die Möglichkeiten der Biomassenutzung dürften nicht dazu führen, dass Kraftstoffstrategien vorangetrieben würden, die den angestrebten Klimaschutzzielen eher entgegen stünden. Darüber hinaus diskutierten die Grünen, wie der wirtschaftliche Nutzen der Biokraftstoffproduktion in den Regionen gehalten werden kann.
Mögliche Perspektiven des Öffentlichen Nahverkehrs in einem Flächenland wie Niedersachsen, die nicht zuletzt aufgrund des bevorstehenden demografischen Wandel durchaus kritisch gesehen wurden, rundeten das Workshop-Programm der Konferenz ab.
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"Mit dem Thema Ökomobilität werden wir uns weiter beschäftigen müssen", forderte Susanne Leifheit am Ende der Konferenz. "Dabei muss die Politik mittel- und langfristige Möglichkeiten schaffen, damit in innovative Verkehrskonzepte investiert werden kann."
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Reinhard Bütikofer, Susanne Leifheit und Axel Bosse, Ratsherr in Wolfsburg |
Die Veranstaltung ist eine von 16 regionalen Konferenzen mit unterschiedlichen Schwerpunktthemen, in denen GRÜNE flächendeckend in ganz Deutschland die Herausforderungen der nächsten Jahre diskutieren. Die Debatte wird in einem Zukunftskongress unter dem Motto "Wie geht´s nach morgen?" Anfang September in Berlin ihren Höhepunkt finden.
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