Grüne fordern zum Frauentag gleiche Löhne für Frauen und Männer
Steiner: Existenzsichernder Mindestlohn aus Frauensicht dringend notwendig
Zum heutigen Internationalen Frauentag betont die Landesvorsitzende der Grünen, Dorothea Steiner, die Notwendigkeit aktiver Frauenpolitik auch im Jahr 2007.
"Eine wirkliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist noch lange nicht erreicht. Auf dem Arbeitsmarkt wird dies eklatant sichtbar", stellt Steiner fest. Nach wie vor existiere ein gravierendes Lohngefälle zwischen Männern und Frauen auch bei gleichwertiger Arbeit. Darüber hinaus sei der Anteil von Frauen im Niedriglohnbereich überdurchschnittlich hoch. "70 Prozent der Bezieher von Niedriglöhnen in Deutschland sind Frauen. Damit wird die Armut von Frauen bis ins Alter zementiert", sagt Steiner. Mit den niedrigen Löhnen auf dem Niveau des Arbeitslosengeldes II könne keine eigenständige Existenzsicherung oder eine angemessene Altersvorsorge aufgebaut werden. "Soll ein großer Teil der Frauen im Alter auf staatliche Almosen angewiesen sein, oder auf Kinder, die sie durchfüttern?" fragt die grüne Politikerin.
Die Festlegung eines existenzsichernden Mindestlohns sei aus Frauensicht eine absolute Notwendigkeit. "Solange eine wirkliche Gleichberechtigung nicht erreicht ist, brauchen wir den Weltfrauentag, um der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten. Den Muttertag überlassen wir dann Bischof Mixa und seinen Freunden im Geiste."