PM Nr.17 vom 28.06.2005

Grüne fordern Maßnahmen gegen gesundheitsgefährdende Feinstaubkonzentrationen in Schulräumen - Alarmierende Messergebnisse in Berlin und Bayern

Die Grünen haben die Landesregierung zu umfassenden Untersuchungen der Feinstaubbelastung in Klassenzimmern und Schulräumen aufgefordert. Offenbar würden sich in diesen Räumen immer gefährlichere Konzentrationen der Staubpartikel bilden, weil die Reinigungseinsätze reduziert werden, und weil aufgrund baulicher Mängel oft nur noch unzureichend gelüftet wird. Die Landesvorsitzende Brigitte Pothmer wies auf entsprechende Medienberichte über Untersuchungen in Schulen in Berlin und Bayern hin. "Es muss die Schul- und Gesundheitsbehörden alarmieren, dass dabei zwei- bis dreimal höhere Feinstaubkonzentrationen als in der Außenluft gemessen wurden", sagte die Grünen-Politikerin am Dienstag in Hannover.
Wissenschaftler rechnen mit einer erheblichen Gesundheitsgefahr für die betroffenen Schulkinder und Lehrkräfte, die sich insbesondere in Asthma-Symptomen, Bronchitis und Erkältungskrankheiten äußern würden. Pothmer: "Es ist unverantwortlich, wenn die Sparmaßnahmen zu hygienisch unhaltbaren Zuständen in unseren Schulen führen und die Gesundheitsrisiken steigen. Wir fordern eine unverzügliche Untersuchung möglicher Gefährdungen auch in Niedersachsen und umgehende Maßnahmen zur Abhilfe. Die Kommunen als Schulträger müssen die bauliche Instandsetzung und die Wiederaufnahme der regelmäßigen Reinigungsarbeiten gewährleisten."

© BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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