Biosprit-Quote ist ökologischer Selbstbetrug
GRÜNE fordern wirksame Maßnahmen zum Spritsparen
Die Landesvorsitzende der Grünen, Dorothea Steiner, hält die Beimischung von Biokraftstoffen für den Klimaschutz für wirkungslosen Selbstbetrug. "Wir brauchen kein fragwürdiges ökologisches Feigenblatt für Spritfresser, sondern wirksame Maßnahmen zum Spritsparen", sagte Steiner.
Umweltminister Gabriel sei mit seinen unsinnigen Plänen für eine Beimischung von Biokraftstoff in die klimapolitische Sackgasse gefahren. Um genügend Ethanol für Biosprit zu liefern, reiche der deutsche Pflanzenanbau schon lange nicht aus, 20 bis 30 Prozent des Ethanols müssten bereits importiert werden. "Es ist hochkarätiger Unsinn, Regenwald in Brasilien oder Indonesien für Soja oder Palmöl zu roden, damit wir in Deutschland weniger Mineralöl im Verkehr verbrauchen", kritisiert Steiner.
Von der Landesregierung fordert sie, wirklichen Klimaschutz im Verkehr zu organisieren. "Wer Klimaschutz im Verkehr will, muss sich für leichtere Autos einsetzen, für Tempolimit und für den Ausbau von Bus und Bahn. Dies könnte mehr bewirken als Biokraftstoffbeimischung. Dafür müsste sich ein Ministerpräsident Wulff stark machen und nicht für weitere Flächen für Anbau von Spritpflanzen", fordert Steiner.