PM Nr.18 vom 23.04.2008

Niedersächsische GRÜNE fordern Bürgerentscheide über Kohlekraftwerke

 

GRÜNE beraten auf grüner Küstenkonferenz landesweiten Protest     

Der GRÜNE Landesvorstand hat mit den von Kohlekraftwerks-Neubauten betroffenen Kreisverbänden gestern (Dienstag, 22.04.2008) auf einer Küstenkonferenz der niedersächsischen GRÜNEN in Wilhelmshaven den weiteren Protest gegen die geplanten Neubauten beraten.

Kohlekonferenz1

GRÜNE bei der Küstenkonferenz: Dorothea Steiner (Landesvorsitzende), Dietmar Kuhn (Schatzmeister), Elke Twesten (stv. Landesvorsitzende und MdL), Peter Sokolowski (Vorsitzender der Wilhelmshavener GRÜNEN), Stefan Wenzel (Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Landtag) und Hans-Jürgen Klein (MdL) (von links). Foto: ©GRUPPO635.com | hufenbach

"Der niedersächsischen Küste drohen durch den geplanten Bau von vier neuen Kohlekraftwerksprojekten, mit einem CO2 Ausstoß von zusammen 50 Millionen Tonnen, starke Belastungen unter anderem durch Feinstaub, Quecksilber und Cadmium", kritisierte die niedersächsische Landesvorsitzende, Dorothea Steiner. Damit würden alle Bemühungen im Klimaschutz zu Nichte gemacht. Zudem drohen an der Nordseeküste starke Einbußen im Tourismus. Die GRÜNEN fordern daher die Landesregierung auf, ihre Unterstützung bei Bau und Genehmigung neuer Kohlekraftwerke an der Küste zurückzunehmen.

In einer "Wilhelmshavener Erklärung" fordern Landesvorstand und Kreisverbände in den betroffenen Regionen Bürgerentscheide über den Bau der neuen Kraftwerke. "Wenn die Landesregierung breite Bürgerbeteiligung und Transparenz verspricht, dann muss sie den Bürgerinnen und Bürgern auch bei der Entscheidung über den Bau neuer Klimakiller ein Mitspracherecht einräumen", sagte Steiner.

Kohlekonferenz2

Rund 25 GRÜNE aus elf Kreisverbänden nahmen an der Wilhelmshavener Küstenkonferenz teil.

Scharf kritisierten die niedersächsischen GRÜNEN die gegenwärtige Debatte um eine angebliche "Stromlücke". "Wer Klimaschutz ernst nimmt, muss endlich den Ausbau alternativer Strom- und Wärmeversorgung beschleunigen und darf mit dem Gerede von einer angeblichen "Stromlücke" nicht neuen Kohlekraftwerken das Wort reden", sagte Steiner. Zur Senkung des Energieverbrauchs fordern die GRÜNEN zudem Investitionsprogramme zum Energiesparen. "So entlasten wir Verbraucherinnen und Verbraucher bei hohen Energiepreisen und schonen das Klima wirksam", sagte Steiner.

Die beschlossene "Wilhelmshavener Erklärung" finden Sie über diesen Link>>.


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