Verliebt in Vielfalt – GRÜNE auf dem CSD in Oldenburg
GRÜNE fordern mehr Antidiskriminierungarabeit in Vereinen
Unter dem Motto "Verliebt in Vielfalt" demonstrieren auf dem Christopher-Street-Day (CSD) morgen (Samstag, 21.06.) in Oldenburg auch GRÜNE für Gleichstellung von Lesben, Schwulen und Transgender und feiern die Vielfalt der Lebensformen.
"Die alljährliche bunte Feier kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Christopher-Street-Day seine Notwendigkeit als politische Demonstration noch lange nicht verloren hat," erklärte die GRÜNE Landesvorsitzende, Dorothea Steiner. Lesben und Schwule werden auch weiterhin benachteiligt. "Die Eingetragene Lebenspartnerschaft ist noch nicht in allen Bereichen der heterosexuellen Ehe gleichgestellt. Die Diskriminierungen von Lesben und Schwulen im Adoptionsrecht oder im Steuerrecht sind nicht hinzunehmen und gehören endlich beseitigt," sagte Steiner weiter.
Besonders wies Steiner auf die Notwendigkeit adäquater Angebote für Jugendliche in ihrer Coming-out-Phase hin. Besonders im ländlichen Raum gibt es dort erheblichen Nachholbedarf. "Während in Großstädten ein vielfältiges Angebot vorhanden ist, gibt es in den ländlichen Gegenden kaum Unterstützungsangebote für Jugendliche. Dabei brauchen junge Menschen gerade in dieser Phase Hilfe, statt Tabuisierung und im schlimmsten Fall Stigmatisierung," so Steiner.
In diesem Zusammenhang seien Aufklärung und Information im Kampf gegen die Diskriminierung von Lesben, Schwulen und Transgender besonders wichtig. Gerade in einem Flächenland wie Niedersachsen komme den Vereinen und Verbänden besondere Bedeutung zu. "Prägend sind für viele Jugendlichen die Erfahrungen in den vielen Vereinen. Hier muss konsequent gegen Diskriminierungen aller Art angegangen werden. Die staatliche Förderung von Sport- und anderen Vereinen muss im Bereich der Jugendarbeit auch an die Durchsetzung von Antidiskriminierungsarbeit gebunden werden," hob die GRÜNEN Vorsitzende hervor.