PM Nr.25 vom 21.06.2008

Mehr Solarwärme für die Dächer

 

GRÜNE: Niedersächsische Kommunen sollen Marburg folgen

Der Stadtrat in Marburg hat gestern (Freitag, 20.06.) als bundesweit erste Kommune mit einer Satzung eine Pflicht zur Nutzung von Sonnenenergie beschlossen. Ab 1. Juli muss in Marburg bei jedem Neubau und bei größeren Umbauten eine solarthermische Anlage auf das Dach.

"Damit macht Marburg einen großen Schritt beim Klimaschutz und nutzt die kommunalen Möglichkeiten zur CO2-Reduzierung", sagte die GRÜNE Landesvorsitzende Dorothea Steiner. Welches Potential in der stärkeren Nutzung der Solarenergie auf Hausdächern stecke, habe gerade eine Untersuchung der Stadt Osnabrück gezeigt. Bei konsequenter Nutzung aller geeigneten Dachflächen könnte der gesamte private Stromverbrauch Osnabrücks über Solarenergie gedeckt werden.

"Niedersächsische Städte und Gemeinden sollten dem Marburger Beispiel folgen und die Häuslebauer zur Nutzung von Solarenergie verpflichten", schlägt Steiner vor. "Damit kämen wir einen großen Schritt weiter in der CO2-Reduzierung. Bei konstant hohen Ölpreisen rechnet sich das für die Hausbesitzer und Mieter schnell", sagte Steiner.

Die GRÜNEN-Politikerin forderte von der Landesregierung, endlich die niedersächsische Bauordnung zu überarbeiten und den Spielraum der Kommunen für regenerative Ziele in den Satzungen zu erweitern. "Hier müssen CDU und FDP endlich in die Strümpfe kommen und den Städten und Gemeinden den Klimaschutz erleichtern", verlangte Steiner.

 


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