
Chancengerechtigkeit durch Bildung
Frühkindliche Bildungsangebote ausbauen und Qualität steigern!
Anlässlich des morgen erstmals begangenen "Welttages der sozialen Gerechtigkeit" fordert die niedersächsische Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Stefanie Henneke von der Landesregierung eine deutliche Verbesserung des Angebotes von Kindertagesstätten.
Niedersachsen bildet bei der Betreuungsquote der unter Dreijährigen mit nur 9,2 Prozent das Schlusslicht in Deutschland. "Um echte Teilhabe zu verwirklichen, brauchen alle Kinder von Anfang an die beste und individuell auf sie zugeschnittene Förderung", so Henneke. Zwar seien viele Kommunen in Niedersachsen auf einem guten Weg die gesetzliche Vorgabe zu erfüllen, spätestens 2013 für jedes Kind ab einem Jahr einen Betreuungsplatz vorzuhalten, doch wies die Landesvorsitzende darauf hin, die Qualität nicht aus dem Auge zu verlieren: "Für die Entwicklung eines jeden Menschen ist eine frühkindliche Förderung entscheidend. Dazu muss vor allem in die Bildungsinfrastruktur, also Krippen, Kitas und Schulen, aber auch in die Qualität der Bildung und Betreuung investiert werden. Hier fehlen der Landesregierung ein Gesamtkonzept sowie klar definierte Standards."
Chancengerechtigkeit sei die Grundvoraussetzung um soziale Gerechtigkeit und "eine Gesellschaft für Alle" verwirklichen zu können. "Bildungsinvestitionen sind nachhaltige Investitionen", betont Henneke. Denn: "Was wir heute in Bildung und Betreuung investieren, ist unser Kapital von morgen! Das hat die Landesregierung wohl noch nicht begriffen."
Der "Welttag der sozialen Gerechtigkeit" soll zu einer weiteren Verstärkung der Anstrengungen der Internationalen Gemeinschaft führen, Armut abzuschaffen, Vollbeschäftigung und würdevolle Arbeitsbedingungen einzuführen sowie Geschlechtergerechtigkeit, sozialen Wohlstand und soziale Gerechtigkeit für alle zu schaffen.