
GRÜNEN-Spitzenkandidatin Pothmer solidarisch mit Milchbauern
Mengen reduzieren – für faire Preise sorgen
Regierungsparteien treiben Landwirte in den Ruin
Faire Milchpreise und faire Produktionsbedingungen hat die Grünen-Abgeordnete und niedersächsische Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl Brigitte Pothmer heute (Dienstag) anlässlich von Gesprächen mit Milchviehhaltern im Wendland gefordert. "Bund und Land lassen die Milchbauern im Stich", sagte Pothmer. CDU, SPD und FDP würden mit ihren Forderungen nach Weltmarktorientierung, Intensivierung und Rationalisierung die Bauern in den Ruin treiben, kritisierte die Grüne. "Das alles geht zu Lasten der bäuerlichen und mittelständischen Betriebe, der Qualität der Produkte und der Umwelt!"
Die Überproduktion von Milch müsse eingedämmt werden. "Statt wie Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner auf Exportsubventionen zu setzen, brauchen wir sofort eine marktgerechte Milchmengenreduzierung um mindestens fünf bis zehn Prozent", sagte Pothmer. Das sei beispielsweise über einen Stopp der Saldierung genannten Verrechnungsmöglichkeiten der Milchmengenüberschüsse möglich.
Wenn keine wirksamen Sofortmaßnahmen ergriffen würden, dann drohe bundesweit der Verlust von bis zu 500.000 Arbeitsplätzen im Bereich der Milcherzeugung. "Das wird auch die Betriebe in Niedersachsen hart treffen", befürchtet die Grüne.